Über Antje

pferdegestützter Coach und Horsewoman

Ich bin anders als die anderen Familienmitglieder. Warum? Ich bin seit dem ich klein bin vom Pferdevirus befallen.

Ich bin ganz klassisch in einer Reitschule groß geworden. Wobei ich anfangs viel zu klein zum Reiten war und daher erst einmal anfing zu voltigieren. Das hat viel Spaß gemacht und ich habe erst mit 18 Jahren aufgehört.

Mit neun Jahren durfte ich endlich aufs Pferd. Okay das durfte ich schon vorher, aber als Kind wollte ich nur reiten. 🙂

Drei Jahre später durfte ich der Nachwuchsreiter eines erfolgreichen Turnierpferdes werden – Fenia. Über die nächsten sechs Jahre war ich vom Frühjahr bis zum Herbst fast jedes Wochenende auf Turnier – manchmal zum Reiten, zum Voltigieren oder auch beides. Dieses Pferd hat mir so gezeigt, was es heißt nicht nur in der Halle oder auf dem Platz zu trainieren, sondern immer und überall. Und wir hatten viel Spaß. Ich erinnere mich an viele Badeausflüge, Kostümreiten oder auch Spaziergänge. Ja, ich war auch viel zu Fuß unterwegs, was mir manchen schrägen Blick eingebracht hat.

Als Fenia 23 Jahre alt wurde, erfüllten mir meine Eltern meinen Traum vom ersten eigenen Pferd. Ich selbst war jünger als sie und musste noch viel über mich lernen. Sie verbrachte bei mir noch zwei Jahre ihren Ruhestand, dann mussten wir sie leider gehen lassen. Bis zuletzt waren wir jedoch ungeschlagen bei den Stoppelfeldrennen. 😉

Danach bin ich viele unterschiedliche Pferde geritten. Dabei habe ich viele Fehler gemacht, weil ich mich in meinem Ehrgeiz dazu genötigt sah. 🙁 So war auch ich jemand, der mit Schlaufzügel ritt. Und das nicht so, wie es ursprünglich einmal vorgesehen war. Recht schnell merkte ich zum Glück, dass das den Pferden nicht gut tat. In der Zeit begann ich noch mehr über das Reiten, Dressurreiten und Pferde im Allgemeinen zu lesen und auszuprobieren.

Während meines Studiums setzte ich mit den Pferden aus, da ich bereits wusste, dass ich mich sonst nicht aufs Lernen konzentrieren würde. 

Danach suchte ich mir wieder Reitunterricht. Ein eigenes Pferd wollte ich so schnell nicht mehr haben, lieber wollte ich richtig Reiten lernen. Aber das Schicksal meinte es anders. Dort wo ich Reitunterricht nahm stand er: Ein großer schwarzer Hengst mit vier weißen Füßen und einem frechen Ponyschopf. Wow! 

Er war dort zu Beritt. Aber er ließ sich nicht wirklich gut reiten. Die Methoden, die verwendet wurden um ihn gefügig zu machen, fand ich extrem. Er ging immer mal wieder zu anderen Reitern weg und kam jedes Mal verstörter und aggressiver wieder. Als das Umfeld ihn aufgegeben hatte, kaufte ich ihn. Er war erst fünf Jahre alt! Er konnte doch noch nicht zum Schlachter.

Mein Liebestraum. Zunächst war er alles andere als ein Traum: Er griff mich immer wieder an, buckelte mich herunter oder liess sich gar nicht mehr anfassen oder reiten. Ich war am Boden zerstört.

Unzählige Tränen, blaue Flecke und Prellungen später suchte ich mir Hilfe. Zum einen in Form von Büchern und DVD zum Thema Horsemanship und Bodenarbeit. Ich wollte auch so eine magische Verbindung ohne Gerten, Peitschen und Knüppel. Ich wollte dieses Vertrauen – von ihm in mich und umgekehrt. Zum anderen holte ich mir eine Trainerin. 

Da ich bereits über das theoretische Wissen verfügte, half sie mir sehr viel indem sie mir den Rücken stärkte und mich aus meinen Teufelskreisen herausholte. Oh was war das für ein Bild, als ich meinem auf zwei Beinen angreifendem Tier entgegen trat, anstatt wie sonst immer zurückzuweichen. Er war so verdattert, dass er einfach da stand und ich ihn anfassen und streicheln konnte. 

Als der Grundstock gelegt war und ich meine Selbstsicherheit wieder hatte, arbeitete ich allein mit ihm weiter. Es war eine schöne Zeit, den nachdem alles zwischen uns geklärt war, war er zu aller Späßen aufgelegt und hat mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Am Boden lief alles prima bei uns, nur das Reiten wollte nicht gelingen. Immer wieder gab es Zeiten, in denen er nicht laufen wollte oder mich gar hinunter gebuckelt hat. Dann blieb er einfach neben mir stehen. Ich konnte mir das nicht erklären – mein Umfeld beharrte darauf, dass „der Bock nicht will“, dass „er böse sei“ und „in die Wurst gehöre“. Aber ich wusste, dass dass nicht stimmt. Mehrere Tierarztbesuche und Klinikaufenthalte später bestätigte sich mein Verdacht. Mein Dicker hatte bei jedem Schritt Schmerzen, ob ich drauf saß oder nicht. Wir versuchten alles, außer einer OP der auch nur geringe Chancen in Aussicht gestellt wurden. Nachdem eine weitere Therapie nicht anschlug und er nun auch anfing auf allen vier Beinen zu lahmen, traten wir gemeinsam seinen letzten Gang an. Er starb in meinen Armen. 🙁

Danach wollte ich über drei Jahre nichts mehr mit Pferden zu tun haben. Es hat mir das Herz zerrissen, wenn ich welche gesehen habe, denn ich musste immer an meinen Dicken denken.

2012 war es dann wieder soweit. Ich war bereit und wollte wieder starten, den jetzt war die Sehnsucht nach den Pferden stärker als der Schmerz. Und da war sie – Galdina. Es war Liebe auf den ersten Blick. Und ich wage zu behaupten auf beiden Seiten, denn sie hat mich nicht aus dem Blick gelassen. Jetzt konnte ich neu anfangen, denn mein Sonnenschein war „unverbraucht“ und hatte keine Vorgeschichte.

Bei ihr begann ich den Vertrauensaufbau wieder über die Bodenarbeit. Doch meine Körpersprache und Präsenz war zu stark, zu heftig. Ich schlug sie in die Flucht. Also hieß es wieder an mir arbeiten und die Energie drosseln. Inzwischen sind wir ein eingespieltes Paar und kennen die Macken des anderen. 😉 

Bei ihr konnte und musste ich erleben, dass auch Pferde trauern und sich dadurch im Sozialverhalten stark ändern können. Dina hat immer in großen Herden gestanden. Sie war verträglich und immer im oberen Drittel der Hierarchie. Doch mehrfach verlor sie ihre Sozialpartnerinnen durch deren Stallwechsel. Die Folge: Mein Pferd war völlig fertig und begann sich zu ändern. Auf ihrer Koppel „beschützte“ sie nun die Pferde vor den Menschen und ließ nur sehr wenige außer mir an sich und die anderen Pferde heran. Leider habe ich dies erst erfahren, als wir den Stall verließen, sonst hätten wir daran arbeiten können.

Mit dem eigenen Stallwechsel wurde mein Pferd fast asozial. Sie griff jedes Pferd an. Sofort und beinahe ohne Anzeichen. Wenn sie allein stand, war ihr anzusehen, das sie ihre alte Herde vermisste. 

Als die Chance da war kaufte ich ihr ein Pony und gab ihr das Versprechen, dass das nie wieder gehen würde. 🙂 

Tja, leider hat sie das Pony fertiggemacht. Tut mir leid Minnja. Die kleine Maus musste ganz schön einstecken in den ersten Monaten. Nicht das sie anderen Pferden gegenüber nicht auch frech ist, aber bei Dina hatte sie nichts zu melden. Inzwischen haben die beiden sich zusammengerauft. 

Aber auch das Pony hat „Baustellen“. Bei ihr muss ich meine Energie noch weiter zurücknehmen. Und ich möchte das sie mir noch mehr vertraut um ihr Stresslevel in ungewohnten Situationen noch niedriger zu halten, denn sie ist ein wirklicher Angsthase. 😉

Wie du siehst, habe ich über die Jahre allerhand Erfahrungen angehäuft, die ich jetzt gern mit dir teilen möchte. Ich freue mich auf dich!

sicheres und individuell abgestimmtes Training & Coaching

Die Sicherheit von Mensch und Tier hat bei mir oberste Priorität. Weiterhin liegt mir viel daran, dass die Menschen lernen sich selbst besser kennenzulernen und auch genauer auf ihre Pferde zu achten. Horsemanship oder Pferdeflüstern ist für mich eher das genaue Hinsehen, Hinhören und Hineinspüren in das Pferd um erst dann eine Entscheidung zu fällen. 

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